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Ein Flow beschreibt, wie ein Gespräch abläuft. Du baust ihn im Flow-Editor als Zustandsgraph: eine Landkarte aus Zuständen (States) und Übergängen zwischen ihnen.

Der Flow-Editor

Der Flow-Editor ist eine grafische Oberfläche, in der du Zustände als Knoten anordnest und mit Verbindungen (Übergängen) verknüpfst. Du kannst den Graphen frei anordnen, Zustände hinzufügen, bearbeiten und wieder entfernen.
Flow-Editor mit Zustandsliste und Zustands-Konfiguration

Der Flow-Editor: links die Zustandsliste, rechts die Konfiguration des gewählten Zustands (Anweisungen, erlaubte Tools, Ausgänge).

Zustände

Ein Flow besteht aus Zuständen – den Schritten des Gesprächs. Ein Zustand trägt eigene Anweisungen, erlaubte Tools und Übergänge zu Folgezuständen. Zwei zusätzliche Punkte schließen das Gespräch ab:

Weiterleiten

Verbindet den Anruf an eine externe Rufnummer (z. B. an einen Menschen).

Auflegen

Beendet den Anruf.

Übergänge und Bedingungen

Ein Zustand besitzt Outputs – benannte, sortierte Übergänge zu Folgezuständen. Jeder Output ist an eine Bedingung geknüpft:
  • ein Tool, das im Zustand aufgerufen wurde,
  • ein erwarteter Response-Code (das Ergebnis des Tools),
  • optional negiert (“trifft nicht zu”).
Beim Durchlaufen prüft der Agent die Outputs in ihrer Reihenfolge. Der erste passende Übergang bestimmt den Folgezustand.
Ohne Response-Code kein Übergang. Löst ein Tool keinen deklarierten Response-Code aus, bleibt der Agent im aktuellen Zustand. So behältst du die Kontrolle über den Gesprächsverlauf.

Beispiel

Tools im Zustand

Pro Zustand legst du fest, welche Tools der Agent dort verwenden darf. Sie stammen aus drei Kategorien (Details unter Integrationen & Tools):
  • Built-In-Tools – plattform-eigen und ohne Konfiguration, etwa classify zum Einordnen des Anliegens. Die Kategorien werden zu Response-Codes für deine Übergänge.
  • Connector-Tools – fachliche Aktionen wie „Termin buchen” oder „Patient suchen”, die über einen Connector an dein System gehen (z. B. planorg PVS).
  • MCP-Tools – Tools eines angebundenen MCP-Servers.
classify, Weiterleitung und Auflegen funktionieren vollständig. Die Connector-Tool-Ausführung ist für die angebundenen Systeme (MCP-Server, planorg PVS, Demo-Connectoren) live.

Zustands-Anweisungen

Jeder Zustand kann eigene Anweisungen tragen, die nur dort gelten (zusätzlich zu den Basis-Instructions des Agenten).
Wie du gute Anweisungen formulierst – global und pro Schritt – zeigt der Prompting-Guide.

Validierung

Der Editor prüft deinen Flow laufend – etwa ob alle Zustände erreichbar sind und Übergänge gültig sind. Offene Punkte werden angezeigt, bevor du veröffentlichst.

Versionierung

1

Entwurf bearbeiten

Du arbeitest immer auf einem bearbeitbaren Entwurf (Draft).
2

Veröffentlichen

Beim Veröffentlichen wird der Entwurf validiert und als unveränderliche, nummerierte Version gespeichert.
3

Aktivieren

Du setzt eine Version als Live-Version. Neue Anrufe nutzen sie ab sofort.
Frühere Versionen kannst du schreibgeschützt einsehen und bei Bedarf wieder als Entwurf öffnen.

Flows importieren und exportieren

Du kannst einen kompletten Flow als JSON-Datei exportieren und an anderer Stelle wieder importieren – praktisch zum Sichern, Duplizieren oder Übertragen zwischen Agenten.
1

Exportieren

Öffne im Flow-Editor das ⋮-Menü (oben rechts) und wähle Flow exportieren. Der aktuelle Flow wird als JSON-Datei heruntergeladen. Export ist auch in der schreibgeschützten Versionsansicht möglich.
2

Importieren

Öffne im Entwurf dasselbe Menü und wähle Flow importieren. Wähle eine zuvor exportierte JSON-Datei; ihr Inhalt ersetzt den aktuellen Entwurf. Prüfe das Ergebnis anschließend mit einem Test-Anruf.
Der Import überschreibt den bestehenden Entwurf. Bereits veröffentlichte Versionen bleiben unberührt – der importierte Flow wird erst mit dem nächsten Veröffentlichen zu einer Version.

Aufbau einer Export-Datei

Die Datei enthält ein Objekt flow mit:
  • startStateId – ID des Start-Zustands.
  • statesOrder – Reihenfolge der Zustände.
  • states – die Zustände, je Schlüssel eine Zustands-ID. Ein Zustand trägt:
    • typeREGULAR, FORWARD oder HANGUP.
    • name – Anzeigename.
    • stateInstructions – die Anweisungen des Zustands.
    • allowedTools – erlaubte Tools (bei REGULAR).
    • outputsOrder / outputs – die Ausgänge. Jeder Ausgang hat ein Ziel (transitionTo) und conditions aus tool, responseCode und isNegated.
    Ein FORWARD-Zustand trägt zusätzlich die Ziel-Rufnummer, ein HANGUP-Zustand nur Name und Anweisungen.

Beispiel

Ein exportierter Flow (Auszug aus dem Demo-Agenten „Forderungsmanagement”):